Steuererklärung 2025: wer darf sparen, wer muss zahlen?
Ab dem 8. April beginnt wieder das jährliche Gedränge um die Steuererklärung in Spanien. Während viele schon fieberhaft ihre Unterlagen zusammenkramen, gibt es gute Nachrichten für einige: Nicht jeder muss die Einkommensteuererklärung abgeben. Die spanische Steuerbehörde hat kürzlich die Kriterien veröffentlicht, wann Steuerzahler von dieser Pflicht befreit sind – und für Mütter gibt es eine besonders erfreuliche Neuerung.
Die einkommensgrenze: der schlüssel zur steuerbefreiung
Der wichtigste Faktor, der entscheidet, ob eine Steuererklärung fällig wird, ist das Einkommensniveau. Wer im vergangenen Jahr (also 2025) aus einer einzigen Quelle nicht mehr als 22.000 Euro verdient hat, muss in der Regel keine Steuererklärung einreichen. Das gilt vor allem für Angestellte mit nur einem Arbeitgeber, deren Lohn bereits die entsprechenden Steuern zur Quelle abgezogen hat. Die Behörde geht davon aus, dass die Steuerlast im Laufe des Jahres bereits abgegolten ist.
Doch Vorsicht: Besitzen Sie mehrere Arbeitgeber, ändert sich die Situation dramatisch. Die Grenze sinkt dann auf 15.876 Euro jährlich. Diese Summe darf allerdings nicht überschritten werden, wenn die Summe der Einkünfte aus den weiteren Beschäftigungen über 1.500 Euro liegt. Ein Szenario, das in Zeiten häufiger Jobwechsel oder der Kombination aus Arbeit und Arbeitslosengeld immer häufiger vorkommt.
Was viele nicht wissen: Auch Kapitalerträge oder Gewinne aus dem Vermögen können eine Steuererklärung erforderlich machen. Wer hier jedoch weniger als 1.600 Euro jährlich erwirtschaftet hat, kann sich ebenfalls zurücklehnen. Genauso verhält es sich bei Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit, die unter 1.000 Euro liegen.
Und eine besonders willkommene Nachricht für Mütter: Die Steuerbehörde hat offiziell bestätigt, dass ab 2026 Mütter bis zu 460 Euro bei der Steuererklärung geltend machen können. Eine spürbare Entlastung für junge Familien!

Wann lohnt sich die freiwillige steuererklärung?
Auch wenn Sie nicht zur Abgabe verpflichtet sind, kann es sich unter Umständen lohnen, die Steuererklärung freiwillig einzureichen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn im Laufe des Jahres zu viel Steuern einbehalten wurden. Eine Überprüfung des Steuerentwurfs kann dann nämlich zu einer Rückerstattung führen. Wer beispielsweise Anspruch auf Mutter- oder Familienbeihilfe, regionale Mietzuschüsse oder Steuervergünstigungen für Wohneigentum hat, sollte unbedingt prüfen, ob sich eine freiwillige Erklärung lohnt.
Die Kampagne für die Steuererklärung 2025 läuft von April bis Juni 2026, offiziell startet sie am 8. April, nachdem die Semana Santa vorbei ist. Nutzen Sie diese Zeit, um Ihre Daten zu prüfen, den Entwurf zu korrigieren und gegebenenfalls die Steuererklärung online, telefonisch oder persönlich bei der Steuerbehörde abzugeben.
Die Zahlen sprechen für sich: Tausende spanischer Familien könnten durch eine sorgfältige Steuererklärung bares Geld zurückbekommen. Es lohnt sich also, einen Blick in die eigenen Unterlagen zu werfen – und die Chance auf eine finanzielle Entlastung nicht ungenutzt zu lassen.