T-mobile bricht versprechen: apple-kunden zahlen jetzt zusatzgebühr
Der „Uncarrier“ hat es wieder getan: T-Mobile weicht immer weiter von seinem ursprünglichen Versprechen ab, das Kundenerlebnis im Mobilfunkmarkt zu revolutionieren. Nachdem kürzlich Google One aus dem T-Mobile-Abonnement gestrichen wurde, folgt nun ein weiterer Schritt, der viele Nutzer verärgern dürfte: Eine Geräteverbindungsgebühr (DCC) wird nun auch für Apple-Käufe fällig.
Die ausnahme ist verschwunden: apple ist betroffen
Lange Zeit konnten Apple-Kunden eine Ausnahme von der umstrittenen DCC genießen, die für die Aktivierung neuer Geräte erhoben wird. Diese Gebühr in Höhe von 35 Dollar wurde bisher bei Käufen über Apple Stores – ob im Laden, online oder über die Apple Store App – nicht berechnet. Das ist nun vorbei. Ab dem 27. März wird auch Apple die Gebühr auf die Rechnungen der T-Mobile-Kunden schreiben.
Das System ist clever, wenn auch frustrierend: Da Apple die Möglichkeit nicht bietet, Gebühren direkt über sein eigenes System zu erheben, wird die DCC erst im Folgemonat auf der T-Mobile-Rechnung auftauchen. Ein cleverer Schachzug, um die Kunden kurzfristig nicht abzuschrecken, aber langfristig doch zu belasten. Samsung, Sam’s Club und Costco sind die einzigen Ausnahmen, was einige Nutzer ironisch als „T-Mobile versucht, alle in Apples Arme zu treiben“ kommentieren lässt.

Eine gebühr, die viele nicht verstehen
Die DCC ist seit jeher ein Dorn im Auge vieler Kunden. Ursprünglich als „Assisted Support Charge“ in den T-Mobile-Filialen eingeführt, wurde sie zunächst auf 20 Dollar und später auf 35 Dollar erhöht. 2022 erfolgte die Umbenennung in DCC, und der Anwendungsbereich wurde auf Online-Transaktionen ausgeweitet. T-Mobile argumentiert, dass die Gebühr für die Anbindung des Geräts an das Netzwerk anfällt, unabhängig vom Kaufkanal. Ein Argument, das viele als vorgeschoben empfinden, besonders angesichts der Tatsache, dass die Gebühr auch für Online-Bestellungen anfällt, bei denen keine persönliche Unterstützung stattfindet.
Die Konsequenz: Wer nun ein neues Apple-Gerät in Erwägung zieht, sollte sich beeilen, um die Gebühr zu vermeiden. Nach dem 27. März ist man gezwungen, die 35 Dollar zu zahlen, es sei denn, man kauft das Gerät bei Samsung, Sam’s Club oder Costco. Eine ironische Wendung, wenn man bedenkt, dass T-Mobile einst versuchte, Kunden mit seinem „Uncarrier“-Konzept von der Konkurrenz abzuwerben.
Die Reaktion der Community ist eindeutig: „Noch ein skrupelloser Versuch, an das Geld der Kunden zu kommen“, klagt ein Reddit-Nutzer. Andere schlagen vor, Geräte einfach unaktiviert zu kaufen oder T-Mobile ganz zu verlassen – die Gebühren summieren sich schließlich.