Handysucht der eltern: schadet das mehr als bildschirmzeit?
Die Debatte über die Bildschirmzeit von Jugendlichen dreht sich meist um die Frage, wie viele Stunden sie täglich mit dem Smartphone verbringen. Doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Es könnte sein, dass das Verhalten der Eltern mit ihren eigenen Handys einen viel größeren Einfluss hat. Der renommierte Neurobiologe David Bueno hat in einem Podcast-Gespräch eine erschreckende These aufgestellt, die Eltern zum Umdenken zwingen sollte.

Die unterschätzte macht des vorbilds
Bueno argumentiert, dass es für das junge Gehirn oftmals schädlicher ist, zu beobachten, wie Eltern ständig auf ihre Smartphones starren, als die tatsächliche Zeit, die Jugendliche selbst vor Bildschirmen verbringen. Es geht nicht mehr nur um die Nutzung der Technologie durch die Jugendlichen, sondern um das gesamte digitale Beziehungsverhältnis, das Erwachsene im häuslichen Umfeld vorleben. Daniel Kahneman, Nobelpreisträger in Psychologie, brachte es auf den Punkt:
