Android auto: crashes plagen fahrer – gibt es ein patentrezept?

Kaum hatte Google einen Fehler in Android Auto behoben, der zu Verbindungsabbrüchen führte, meldet sich eine neue Hürde: Fahrer weltweit klagen über unerwartete Abstürze der Navigations-App. Besonders ärgerlich: Die Probleme scheinen nicht auf bestimmte Fahrzeugmodelle oder Smartphone-Hersteller beschränkt zu sein.

Die neue version 17.2.662404 als auslöser

Die Probleme begannen kurz nachdem Google am 3. Juli die Version 17.2.662404 für Android Auto's stabile Kanal freigab. In den Foren von Reddit türmen sich die Berichte von frustrierten Nutzern, die von plötzlichen Diskonnektionen oder App-Abstürzen berichten, oft schon nach wenigen Minuten oder beim Abspielen von Audioinhalten. Ein Nutzer beschreibt in einem Thread, dass die App regelmäßig abstürzt, während ein anderer berichtet, dass ein Downgrade auf Version 17.0 das Problem behoben hat.

Betroffen sind sowohl Samsung Galaxy S26 Ultra-Geräte als auch aktuelle Google Pixel-Smartphones. Das Problem scheint sich also quer durch verschiedene Hersteller und Android-Versionen zu ziehen. Google selbst äußerte sich bislang nicht zu der Angelegenheit, obwohl offenbar Anfragen vorliegen. Die Frage, die sich nun stellt: Wie sollen betroffene Nutzer reagieren?

Die beste strategie: zurück zu version 17.0

Die beste strategie: zurück zu version 17.0

Eine Möglichkeit besteht darin, auf eine ältere Version von Android Auto zurückzugreifen. Dies kann in der Regel durch Deinstallation der aktuellen Updates über den Google Play Store erreicht werden. Nach einem Neustart des Geräts sollte dann eine Aktualisierung unterlassen werden, bis Google eine offizielle Lösung bereitstellt. Allerdings funktioniert dieser Workaround nicht für alle Nutzer, wie die Reddit-Diskussionen zeigen.

Die aktuelle Situation wirft ein schlechtes Licht auf Googles Testprozess für Android Auto-Updates. Innerhalb von nur vier Monaten ist dies bereits die dritte größere Problematik, die Nutzer zu bewältigen haben. Nach den Konnektivitätsproblemen im März und den kürzlichen Verbindungsabbrüchen ist es fraglich, inwieweit die Updates ausreichend getestet werden, bevor sie für die breite Masse freigegeben werden. Eine öffentliche Beta-Phase vor der Veröffentlichung neuer Versionen könnte hier Abhilfe schaffen und zumindest einige der Probleme frühzeitig aufdecken.

Google muss sich anstrengen, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen. „Wir haben es gefixt“ sollte wirklich bedeuten, dass ein Problem dauerhaft behoben ist, besonders bei einer App, die während der Fahrt genutzt wird. Die Tatsache, dass sich das Problem über verschiedene Fahrzeugmarken hinwegzieht und nicht an ein einzelnes Modell gebunden ist, unterstreicht die Dringlichkeit der Situation. Die Verantwortlichen bei Google sollten sich dringend der Aufgabe widmen, einen stabilen und zuverlässigen Betrieb von Android Auto zu gewährleisten, bevor weitere Nerven der Nutzer strapaziert werden.