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Das 100.000 Jahre Alte Rätsel: Warum Erzählen Wir Die Geschichte Der Sieben Schwestern?

Ein uraltes märchen, das die welt verbindet

Stellen Sie sich vor: Ein Mythos, der in den Ruinen des antiken Griechenlands und tief im Herzen der australischen Aborigines-Kultur gleichermaßen lebendig ist. Die Geschichte der Sieben Schwestern – auch bekannt als die Plejadens – taucht in weit voneinander entfernten Kulturen auf, die niemals Kontakt hatten. Könnte es sich um eine vergessene Erinnerung an unsere fernen Vorfahren handeln? Die Antwort könnte im Sternenhimmel liegen, und uns Einblicke in die Ursprünge der menschlichen Zivilisation geben.

Die griechische variante: orion und die plejadens

Die griechische variante: orion und die plejadens

Die griechische Mythologie erzählt von den sieben Töchtern der Pleione und des Titanen Atlas, der den Himmel trägt. Der Jäger Orion begehrte ihre Liebe, doch Atlas war mit der Last des Himmels beschäftigt. Schließlich flehten die Schwestern Zeus an, der sie in die funkelnden Sterne der Sternenbilder Plejadens verwandelte. Diese leuchtenden, blauen Sterne sind im Stierbild zu finden, etwa 440 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Das rätsel der fehlenden schwester

Das rätsel der fehlenden schwester

Ein erstes Rätsel: Obwohl die Geschichte von sieben Schwestern spricht, sind mit bloßem Auge nur sechs Sterne sichtbar. Die alten Griechen verfügten noch nicht über Teleskope. Das deutet darauf hin, dass der Mythos älter ist als die griechische Kultur und von ihnen adaptiert wurde. Es wirft die Frage auf: Woher stammt diese Geschichte wirklich? Die Antwort könnte in den Tiefen der Vorgeschichte liegen, bevor sich die menschlichen Gesellschaften auf der ganzen Welt ausbreiteten.

Australische aborigines: ein erstaunliches echo

Noch faszinierender wird es, wenn man entdeckt, dass die Geschichte mit geringfügigen Variationen auch in den Legenden der australischen Aborigines, Indonesier, Afrikaner und nordamerikanischen Ureinwohnern zu finden ist. Eine Aborigine-Legende erzählt von einem Jäger, der die sieben Schwestern verfolgt, um ihnen ihre Unschuld zu nehmen, und sie verstecken sich im Himmel. Die Ähnlichkeit ist so frappierend, dass es sich um weit mehr als nur einen Zufall handeln muss. Diese parallelen Erzählungen sind ein Beweis für eine gemeinsame Vergangenheit.

Die prähistorische herkunft: eine reise nach afrika

Da die Griechen und die australischen Aborigines historisch keinen Kontakt hatten, und die australischen Ureinwohner bis zum 18. Jahrhundert isoliert waren, ist die einzige plausible Erklärung, dass der Mythos auf eine Zeit zurückgeht, bevor die Menschheit aus Afrika auswanderte – vor mindestens 100.000 Jahren. Wissenschaftler vermuten, dass unsere Vorfahren bereits damals Geschichten erzählten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Die Entstehung der Sprache selbst ist noch umstritten, aber eine Übertragung von Geschichten über so lange Zeiträume ist durchaus denkbar.

Die unsichtbare schwester und die astronomische entdeckung

Ein weiteres Rätsel: Die Geschichte spricht von sieben Schwestern, aber in Wirklichkeit ist nur eine davon sichtbar. Die siebte Schwester, Pleione, ist so nah an ihrem Vater, Atlas, dass ihr Licht von seinem Stern verdeckt wird. Doch war sie schon vor 100.000 Jahren unsichtbar? Astronomen Ray P. Norris und Barnaby R. M. Norris von der Universität Sydney nutzten Computersimulationen und fanden heraus: Vor 100.000 Jahren war Pleione tatsächlich mit bloßem Auge sichtbar! Dies untermauert die Theorie, dass das Märchen der Sieben Schwestern tatsächlich so alt ist.

  • Plejadens: Ein Sternenbild im Stierbild.
  • Atlas: Ein Titan der griechischen Mythologie, der den Himmel trägt.
  • Orion: Ein Jäger in der griechischen Mythologie.
  • Aborigines: Die indigenen Völker Australiens.
KulturMythos der Sieben Schwestern
GriechischOrion verfolgt die Plejadens, die von Zeus in Sterne verwandelt werden.
Australische AboriginesEin Jäger verfolgt die sieben Schwestern, die sich im Himmel verstecken.